Doyle Lawson & Quicksilver      
  A Bluegrass Icon

Einen wie ihn bekommt man in Europa kaum zu sehen: Seit tatsächlich über fünfzig(!) Jahren schreibt Mandolinenvirtuose Doyle Lawson Bluegrass Geschichte. Er gehört zur zweiten Generation, also zu all denen, die sich direkt inspiriert von den großen Gründer-Bands der 50er Jahre, in den 60ern aufmachten, die Bluegrass Musik weiterzuentwickeln. Heute braucht er ein großes Wohnzimmer, um die unzähligen Preise, Auszeichnungen und je eine Kopie seiner 40 Alben unterzubringen. Praktisch jeder Bluegrass Musiker der heutigen Zeit ist mit Lawsons Werk wohl vertraut, es zählt zur Grundlage heutiger Spieltechnik. Seine eigene Band „Quicksilver“ gilt als Schule des Bluegrass. Viele seiner Musiker wurden später selbst als Sänger und Instrumentalisten einflussreiche Bandleader und profilierte Stilisten.

Typisch für Doyle Lawsons Bandsound ist extrem virtuoser und intensiver Bluegrass-Satzgesang, der durch starke Anleihen bei schwarzem Gospel-Gesang zu einem einzigartigen Vokal-Stil erweitert wird. Aber auch instrumental führt der über Siebzigjährige seine Band in höchste Sphären. In der „großen“ Bluegrass Band Besetzung, also Flach-Mandoline, 5string Banjo, Geige, Flat-Picking Gitarre, Acoustic Bass und Resonator-Gitarre liefern sechs fantastische Könner eine technisch brilliante und gefühlvoll atemberaubende Performance ab, die ihresgleichen sucht. Nicht umsonst hat „Doyle“ wie ihn alle Verehrer einfach nennen, in der Szene Kultcharakter wie kaum ein anderer.

Mit elf begann der im ländlichen Tennessee aufgewachsene Doyle Lawson Mandoline zu spielen, mit sechzehn hatte er schon Banjo und Gitarre erlernt. Mit achtzehn hatte er seinen ersten Job bei keinem Geringeren als Jimmy Martin, dem „King of Bluegrass“ und gleich danach auch bei J.D. Crowe, dem neben Earl Scruggs einflussreichsten Banjospieler dieser Zeit. 1971-1978 prägte Lawson maßgeblich die progressive Bluegrass-Band „Country Gentlemen“, bis er dann 1979 mit „Quicksilver“ endlich sein Ensemble gründete, um die Vision eines eigenen Sounds umzusetzen. Gleichzeitig war er Anfang der 80er Jahre mit der „Bluegrass Album Band“ Initiator des wohl wichtigsten Retro-Trends und Meilensteins in der Bluegrass-Geschichte: Die Besinnung auf die ursprüngliche Spielweise der 50er Jahre mit zeitgemäßer Dynamik beeinflusste maßgeblich eine ganze Generation junger Bluegrass Musiker auf der ganzen Welt.

Neben den typischen Bluegrass und Acoustic Country Songs besteht ein großer Teil seines Repertoires aus Gospel und Spirituals, sowie aus rasanten Instrumentals. Trotz vieler Wechsel in der Band-Besetzung gelingt es ihm bis heute, seinen besonderen Sound immer wieder frisch und klar erkennbar zu präsentieren. Fast rastlos tourt er mit seiner Gruppe nicht nur in den USA um der großen Nachfrage Herr zu werden. Da man befürchten muss, dass ihm die Strapazen einer Europatournee bald zu viel sein werden, könnte die Tournee 2015 vielleicht schon die letzte Möglichkeit sein, diese Art Bluegrass Musik aus erster Hand zu erleben.

Doyle Lawson-Mandoline,Gesang
Josh Swift-Resonator Gitarre, Gesang
Joe Dean-Banjo, Gesang
Dustin Pyrtle-Gitarre, Gesang
Eli Johnston-Bass, Gesang
Stephen Burwell-Geige, Gesang





   für Veranstalter

Künstlerwebseite
http://www.doylelawson.com

YouTube, MySpace und andere Quellen
VIDEO Ausführliches Portrait

VIDEO Blue Train

VIDEO Music Video BLUE TRAIN


Tour-Hinweis 
13.-24.Mai 2015